Neu: Das Riesenportal

Nachdem es ja einige Zeit recht ruhig um die Wunderkammer war, habe ich nun in den letzten Tagen ein neues (Achtung mittelmäßiger Kalauer) Riesenprojekt auf die Beine gestellt: Eine eigene Seite in der Wunderkammer der Kulturgeschichte widmet sich nun dem vielleicht ältesten und beständigsten Thema der „alternativen Archäologie“: Den angeblich immer wieder rund um den Globus gefundenen Skeletten von Riesen.
Derartige Berichte finden sich seit über zweitausend Jahren, spätestens beginnend mit den alten Griechen (wahrscheinlich aber schon viel früher). Heute sind es vor allem Grenz- und Pseudowissenschaftler, die solche alten und manchmal neuen Quellen sammeln und daraus Theorien über vorzeitliche Riesen ableiten – oft in Verbindung mit kreationistischen, katastrophistischen oder diffusionistischen Weltbildern. Was steckt hinter den 7 Ellen langen Gebeinen des Orestes, die die Spartaner 560 v. Chr. in Tegea fanden, was hinter den vielen hundert amerikanischen Zeitungsberichten aus dem 19. Jahrhundert über angeblich gefundene Riesenskelette?
Auf der Seite des neuen Portals habe ich bereits eine Menge an Quellen und Artikeln versammelt. Besonders aufschlussreich für die amerikanischen Riesen etwa sind die Recherchen von Andy White, im größeren Kontext auch unvermeidlich die Bücher Adrienne Mayors über mythologisch fehlinterpretierte Fossilien. Wie auch das normale Lexikon soll natürlich auch das „Riesenportal“ sukzessive um weitere Quellen und eigene Recherchen erweitert werden.

-> Das Riesenportal

Dolmen (oben) und Langbett von Goosefeld, Schleswig Holstein (Fotos LI). Die „Hünengräber“ der neolithischen Trichterbecherkultur wurden lange Zeit als Gräber oder Betten von Riesen angesehen. Symbolbilder, da kein echtes Riesenskelett zur Hand.

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