„Menschliche“ Hände aus der Kreidezeit

Im Besitz der Sammlung von Jamie Gutierrez in Bogota, Kolumbien befindet sich ein kreidezeitlicher Felsblock mit den Fossilien zweier Hände, die von verschiedenen Kreationisten – so etwa Carl Baugh, Eigentümer des Creation Evidence Museums – als menschlich und somit Beweis gegen die Evolution angesehen werden.
Wie jedoch bereits eine Reihe qualifizierter Biologen und Paläontologen feststellte, handelt es sich bei den versteinerten Gliedern nicht um die Hände eines Menschen, sondern einer prähistorischen Meeresschildkröte (möglicherweise der Oberfamilie Chelonioidea). Auch bei Meeresschildkröten besitzen alle Finger bis auf den verkürzten Daumen drei Glieder und vier Reihen Handwurzelknochen. Jedoch unterscheiden sie sich in mehreren Punkten deutlich von menschlichen Händen, so den gekrümmten und verkürzten ersten zwei Fingern, flachen und eckigen Handwurzelknochen, abgeflachten Fingerendknochen und einem riesigen, abstehenden Erbsenbein (beim Menschen ein winziger Handwurzelknochen). Alle diese Merkmale sind an dem vorliegenden Fossil gut zu erkennen. Außerdem sind beim Menschen die Glieder des Zeige- und Mittelfingers annähernd gleich lang, während das Fossil deutliche Größenunterschiede zeigt. Auch zeigt der Fels Fragmente eines Schildkrötenpanzers. Schon einer oberflächlichen Betrachtung hält die These eines menschlichen Ursprungs also nicht stand, womit die „Hände aus der Kreidezeit“ zu den eher plumpen „Out-of-Place-Fossilien“ zählen.

GD Glen Kuban: Alleged Cretaceous „Human Hand Bones“ (Bilder von dort)

R Jason Mason, Mein Vater war ein MiB 2 (58)

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