Wunderkammer der Kulturgeschichte

Neue Links in der Wunderkammer (III)

Hammer von London/Texas (Artikel von Glen Kuban)

Moorleichen des Afred Dieck (Überblick von Sabine Eisenbeiß & Wijnand van der Sanden)

Nowosiólki-Neandertaler in Rüstung (Originalquelle sowie Kritik von Jim Foley)

Pyramide von Gympie (Artikel von Elaine Brown und Anthony G. Wheeler)

Erhaltenes Dinosaurierblut/-gewebe (erste und zweite Kritik von Gary S. Hurd)

Limestone Cowboy (Artikel von Glen Kuban)

Neue Links in der Wunderkammer (II)

Gibt es noch immer Pterosaurier oder Plesiosaurier auf der Erde, wo diese doch seit 65 Millionen Jahren ausgestorben sein sollten? Sahen die alten Ägypter zur Zeit Thutmosis III. wirklich ein UFO? Und weshalb berichten mehrere antike Quellen unabhängig voneinander von geflügelten Schlangen, die die arabische Wüste östlich von Ägypten heimsuchen sollen? Die nachfolgenden Artikel bringen Licht ins Dunkel.

Lebende Pterosaurier (umfangreiche Kritik von Glen Kuban)

Adamsbrücke (Frontline-Artikel von R. Ramachandran)

Freiberger Kohleschädel (Artikel von André Kramer bei Mysteria3000)

Zuiyo-maru-Kadaver (Artikel von Glen Kuban)

Tulli-Papyrus / UFO-Sichtungen unter Thutmosis III. (Dokumentation von Ulrich Magin)

Hühnermensch von Waldenburg (Artikel von André Kramer bei Mysteria3000)

Geflügelte Schlangen von Arabien (Artikel von Karen Radner)

Neue Links in der Wunderkammer

In letzter Zeit habe ich dem Wunderkammer-Lexikon eine ganze Reihe von Links zu einschlägigen Artikeln hinzugefügt, die grenzwissenschaftliche Thesen dekonstruieren. Hier noch einmal zur Übersicht:

Osireion von Abydos (Artikel von Jason Colavito)

Bosnische Pyramiden (verschiedene Artikel von Irna)

Raumschiff des Hesekiel (Artikel von Ulrich Magin bei Mysteria3000)

Unterirdische Stadt von Moberly (Artikel & Quellen bei Jason Colavito)

Stegosaurus von Ta Prohm (siehe Artikel von Glen Kuban)

Moab Man / Malachite Man (Artikel von Glen Kuban)

Paluxy-River-Fußspuren (verschiedene Artikel von Glen Kuban)

Eolithen (Kritik von Martin Neukamm)

Erdställe (siehe Kritik von Josef Weichenberger)

Dorchester Pot (Analyse von Irna)

Abydos-Hieroglyphen (Artikel von Markus Pezold bei Mysteria3000)

Wunderkammer der Kulturgeschichte jetzt mit Direktlinks

In der Rubrik „Wunderkammer der Kulturgeschichte“ habe ich eine kleine Änderung des Konzepts vorgenommen: Bislang schrieb ich für jedes grenzwissenschaftliche Thema einen eigenen Beitrag, auch wenn sich dieser im Wesentlichen auf die Zusammenfassung einer einzelnen Quelle beschränkte (z.B. Kernbohrungen in Ägypten, kreidezeitlicher Menschenfinger und Handabdruck). In der Tat existieren für viele solche Themen bereits aufwendige wissenschaftliche Repliken (de facto: Widerlegungen), die den Gegenstand vollumfassend diskutieren – und mitunter zu komplex sind für eine kurze Zusammenfassung mit Wiedergabe der Beweisführungen. Solche Erörterungen, die im Internet zugänglich sind, werden von nun an direkt per Link in die beiden Überblicksseiten Lexikon von A-Z und Lexikon nach Herkunft/Thema eingebunden, ohne den Umweg über eine unnötige eigene Paraphrase. Dies wird einen raschen Ausbau des Lexikons in seinem Sinn als Nachschlagewerk ermöglichen.

Den Anfang machen zwei ausgezeichnete Artikel zu interessanten Themen:

Markus Pezold von Mysteria3000 erklärt, wie die Hieroglyphen im Tempel von Abydos zustande kommen, die an Darstellungen moderner Fahrzeuge gemahnen (hier).

Der Erdstallforscher Josef Weichenberger wiederum setzte sich eingehend mit den Thesen aus Heinrich & Ingrid Kuschs Buch Tore zur Unterwelt auseinander, dem zufolge im Raum der Steiermark kilometerlange Gangsysteme aus grauer Vorzeit existieren sollen (hier).

Weitere Links folgen in nächster Zeit.

Riesenfinger von Bir Hooker

1988 machte der Schweizer Diskothekenausstatter und Mysterybegeisterte Gregor Spörri in Ägypten eine rätselhafte Entdeckung. Nachdem ein Experiment, hypothetische Kräfte in der Cheops-Pyramide zu aktivieren, erfolglos verlaufen war, kam er in Kontakt mit dem Barkeeper seines Hotels, der einer Familie von Grabräubern entstammte und Spörri für einen Antiquitätenhändler hielt. Dieser organisierte ihm ein Taxi zu seinem Onkel Nagib, welcher nahe der kleinen Siedlung Bir Hooker bei Sadat City lebte. Gegen einen Obolus von 300 Dollar – nur zu zahlen, wenn das Versprochene ihm sein Geld wert sei – zeigte Nagib Spörri ein Objekt aus dem Nachlass seines Vaters, das er als einziges nie zu verkaufen beabsichtigte. Es handelte sich hierbei um einen mumifizierten Finger – von menschlicher Gestalt, doch insgesamt 38,4 cm lang, weitaus größer als jedes Glied menschlichen Ursprungs. Spörri durfte den Finger zwar nicht erwerben, doch wurde ihm erlaubt, diesen in der Hand zu halten und (mit einem Geldschein als Maßstab) zu fotografieren. Weiterhin zeigte Nagib ein Röntgenbild sowie ein „Echtheitszertifikat“, die angeblich in den 60er Jahren in einem Spital in Kairo angefertigt worden waren; auch diese konnte Spörri abfotografieren.
Nach seiner Rückkehr in die Heimat stieß Spörri mit seinen Nachforschungen auf Ablehnung, woraufhin er diese lange nicht weiterverfolgte. 2012 veröffentlichte er den fiktionalen Science-Fiction-Roman Lost God, in dem er die Erlebnisse aufgriff und so erneut ins Licht der Öffentlichkeit rückte. Bei einer erneuten Reise nach Ägypten konnte er das Bauernhaus von Nagib nicht mehr wiederfinden – die Gegend in der Nähe von Bir Hooker war bereits Anfang der 90er Jahre überbaut worden und das mysteriöse Erbstück somit im Dunkel der Geschichte verschwunden.1

Diskussion. Die Annahme einer Fälschung des Objekts aus monetären Gründen liegt nahe, doch fehlen dafür konkrete Belege. Da das Relikt selbst unglücklicherweise nicht mehr auffindbar ist, muss sich der Versuch einer Deutung auf die Handvoll Fotos beschränken, die Spörri 1988 schoss (u.a. oben/unten). Offenbar gehen alle in einschlägigen Berichten zu dem Finger vorliegenden Informationen auf die Publikationen Spörris (Roman, Website, mehrere Artikel in Magazinen) zurück – so auch die einzigen skeptischen Stimmen.
Mit der Bitte um eine Diagnose kontaktierte Spörri den Schweizer Mumienexperten Frank Rühli, welcher bereits die Gletschermumie Ötzi sowie die Mumie des Tutanchamun untersuchte, sowie den bekannten Kriminalbiologen Mark Benecke. Beide stimmen darin überein, dass eine sichere Beurteilung allein anhand der Fotos nicht möglich sei, und ziehen als denkbare alternative Erklärung einen etwa durch Makrodaktylie krankhaft vergrößerten Finger in Betracht. Rühli merkt jedoch den extrem dickwandig erscheinenden Knochen an, welcher eher an einen Tierknochen erinnere. Beide schließen eine Fälschung nicht aus, bei der es sich jedoch um eine „sehr gut gemachte Arbeit“ handeln müsse (Rühli).2
Gegen eine Erklärung durch Makrodaktylie führt Spörri die korrekten Proportionen des Fingers und insbesondere des Knochens an – in solchen krankhaften Fällen seien die vergrößerten Weichteile eines Gliedes in der Regel deutlich deformiert, während der Knochen eine normale Größe behalte.2 Bis auf Weiteres ist der Fall also als ungeklärt zu betrachten, da sich der Nachweis von Fälschung, Fehlinterpretation oder Authentizität aktuell jeder Belegbarkeit entzieht.

Gesondert zu bewerten sind die von Spörri (und anderen grenzwissenschaftlichen Rezipienten) vertretenen Theorien zum weiteren Kontext vorzeitlicher Riesen. Neben mythologischen Berichten (u.a. dem Alten Testament) sowie Berichten über mutmaßliche Funde von Riesenskeletten3 führt Spörri unter anderem auch das einschlägig bekannte Serapeum von Sakkara an – zwar ohne Erwähnung der aufschlussreichen Apisstelen, jedoch nicht mit der in einschlägigen Publikationen häufigen, auf Erich von Däniken zurückgehenden Falschdarstellung der Befunde.

Ü 1Luc Bürgin: Das Relikt von Bir Hooker. Mysteries 5/2010, 19-22.

Ü Luc Bürgin: Die Monster-Kralle von Bir Hooker. Mysteries 2/2012, 10-15.

Gregor Spörri: Das Relikt von Bir Hooker: Die Entdeckung.

2 Gregor Spörri: Das Rlikt von Bir Hooker: Analysen.

3 Gregor Spörri: Berichte über Riesen.

4 Gregor Spörri: Die Gruft der Riesen in Sakkara.

R Gregor Spörri: Lost God. Das Jüngste Gericht. Z-Productions 2018. (hier Rezension)

R Reinhard Habeck, Wesen, die es nicht geben dürfte (173-178) / Jason Mason, Mein Vater war ein MiB (299 f) / Umfangreiche Bibliographie HIER

Bilder mit freundlicher Genehmigung von Gregor Spörri.

Triassischer Riesenkrake

Die auffällig deponierten Wirbelknochen des Shonisaurus U (MacMenamin 2016, 137 / Fig. 9.3)

2011 präsentierte der Paläontologe Mark McMenamin auf der Jahresversammlung der Geological Society of America in Minneapolis eine unglaublich scheinende Theorie: Im Trias-Zeitalter (ca. 252 – 201 Mio. Jahre v. u. Z.) habe es eine Art von Riesenkraken gegeben, die die bislang größten bekannten Meeresreptilien der damaligen Zeit jagten und offenbar ein bemerkenswertes Maß an Intelligenz aufwiesen.
McMenamin hat sich nicht nur als Professor für Geologie am Mount Holyoke College in South Hardley (Massachusetts) und als Paläontologe auf dem Gebiet der Kambrischen Explosion und Ediacara-Fauna einen Namen gemacht, sondern auch durch unkonventionelle bis gewagte Theorien etwa bezüglich numismatischer Evidenzen für eine Präsenz der antiken Karthager in Amerika. Seine Kraken-Hypothese, 2011 erstmals in einem Artikel und später ausführlicher in seiner Monographie Dynamic Paleontology erläutert, gründet sich auf inzwischen zwei Fossilfunde in der Luning-Formation des Berlin-Ichthyosaur State Park in Nevada.
Der Fund von insgesamt neun Exemplaren des bis zu 14 m langen Ichthyosauriers Shonisaurus popularis warf bereits bei der Entdeckung Anfang der 50er Jahre die Frage nach der Ursache für solch eine Ansammlung auf. Die Erklärung des Finders Charles L. Camp, es handle sich bei den fossilen Individuen um eine massenhafte Strandung, konnte durch neuere Forschungen widerlegt werden, da es sich bei der fraglichen Schicht nicht um Küsten-, sondern vielmehr Tiefseeboden handelte.2:136 Eine andere alternative Idee geht von einer Vergiftung der Tiere durch eine Algenblüte aus – eine bekannte Todesursache für Meereswirbeltiere, auch wenn dies im vorliegenden Fall ohne konkreten Beleg bleibt. Dagegen spreche jedoch neben der Betroffenheit nur einer einzigen Spezies die enge Anhäufung im tiefen Wasser, die bei einer Vergiftung in oberen Wasserschichten unwahrscheinlich erscheint – solcherart verendete Wale tendieren vielmehr zu einer weiteren Verstreuung.2:142f McMenamin führt den Tod der großen Ichthyosaurier hingegen auf einen noch größeren Beutegreifer zurück – einen Kraken:

We hypothesize that the shonisaurs were killed and carried to the site by an enormous Triassic cephalopod, a “kraken,” with estimated length of approximately 30 m, twice that of the modern Colossal Squid Mesonychoteuthis. In this scenario, shonisaurs were ambushed by a Triassic kraken, drowned, and dumped on a midden like that of a modern octopus.1/2:133

Die zunächst angenommene Größe des Tintenfisches von 30 m wurde von MacMenamin später relativiert; den Aussagen in Dynamic Paleontology zufolge könne es sich auch um einen Kraken von etwa derselben Größe seines Opfers (d. h. ca. 14 m) gehandelt haben.2:145
Das zentrale Indiz für diese „Riesenkraken-Hypothese“ stellt noch vor der ungeklärten Todesursache der Meeressaurier eine ominöse Anordnung von Wirbelknochen des Shonisaurus-Exemplars U (links) dar, die schwerlich auf natürliche Prozesse zurückzuführen sei und vielmehr vom Spielverhalten eines großen Kopffüßers zeuge. Mehr noch, spekulierte McMenamin, erinnere die Komposition aus zwei parallelen Reihen der runden Wirbelknochen an die Anordnung der Saugnäpfe am Arm eines Oktopus – als Erzeugnis eines erstaunlich intelligenten Tieres sei sie also möglicherweise das älteste „Selbstportrait“ eines Lebewesens überhaupt.

The proposed Triassic kraken, which could have been the most intelligent invertebrate ever, arranged the vertebral discs in biserial patterns, with individual pieces nesting in a fitted fashion as if they were part of a puzzle. The arranged vertebrae resemble the pattern of sucker discs on a cephalopod tentacle, with each amphicoelous vertebra strongly resembling a coleoid sucker. Thus the tessellated vertebral disc pavement may represent the earliest known self-portrait.”1:2:133

Das Verhalten, etwa Haie zu töten und bei deren Zerfleischung mit dem Schnabel die „abgenagte“ Wirbelsäule übrig zu lassen, sei von modernen Oktopoden durchaus belegt – und auch für teils komplexe Arrangements von Objekten wie etwa den Überresten von Muscheln und Krabben gebe es dokumentierte Beispiele.2:151f                  

Wenig überraschend stieß die Kraken-Hypothese auf ein beträchtliches mediales Echo, insbesondere in Online-Medien, wobei tendenziell ein skeptischer Ton überwiegt (etwa hier, hier und hier). 2013 wurde MacMenamin vom Ausstellungsmanager des Nevada State Museums Thomas Dyer auf ein weiteres Fossil eines Shonisaurus aufmerksam gemacht, das Jahre zuvor im exakten Zustand seiner Auffindung in einer Ausstellung gezeigt worden war (unten).2:145f Die Anordnung der fossilen Überreste scheint die Riesenkraken-Hypothese zu bestätigen: Auch hier wurde eine Gruppe gebrochener Wirbel in zwei parallelen Reihen deutlich entfernt vom übrigen Skelett aufgefunden, seitlich des Brustkorbes ist zudem eine auffällige Häufung von Knochenstücken zu erkennen. Dreieckige Einschnitte an den Wirbeln könnten vom Schnabel eines Tintenfisches herrühren.2:149f Die Rippen des Tieres wiesen infolge einer mutmaßlichen Zusammenstauchung auf beiden Seiten Brüche auf.2:147-49
Später (in der Monographie fehlt die Erwähnung noch) stieß McMenamin im Berlin-Ichthyosaur State Park in der Tat auf ein steinernes Objekt, bei dem es sich (anhand des Vergleichs mit dem Schnabel eines modernen Humboldt-Kalmars) um den Schnabel eines triassischen Tintenfischs handeln könnte – allerdings ist dessen Identifikation als solcher unsicher und der Zustand zu fragmentarisch, um eine konkrete Größenschätzung vorzunehmen.3

Nach McMenamins Berechnungen zufolge tendiert die Wahrscheinlichkeit einer Entstehung des Wirbelmusters bei Exemplar U durch natürliche Strömungen gegen Null, da es sich bei der beobachteten Formation um eine „hydrodynamisch instabile Anordnung“ handle, die durch solche Strömungen, die in der Lage sind, einen einzigen Wirbelknochen zu bewegen, mit statistischer Sicherheit zerstört werden würde.2:140 Wenn folglich Strömungen vorlagen, die die Formation hätten erzeugen können, so hätten sie diese auch zwangläufig wieder auseinandergetrieben.
Der Paläontologe David Fastovsky jedoch wendet dagegen ein, das angewandte Rechenverfahren sei vollkommen ungeeignet, die Bewegungen schwerer Wirbelknochen auf dem Meeresgrund zuverlässig zu simulieren; vielmehr lasse sich deren Anordnung problemlos durch das Auseinanderfallen der zunächst festen Wirbelsäule erklären. Auch sei das Verhalten des räuberischen Riesentintenfischs insofern unglaubwürdig, dass heutige Oktopusse ihre Abfälle eben nicht in systematischen Mustern aufschichten und auch große Kopffüßer vielmehr Beute großer Wirbeltiere (Pottwale) seien und nicht deren Jäger.3

Nach MacMenamin hingegen sei die Kraken-Hypothese die beste und bislang einzige Erklärung für gleich mehrere sonst unerklärliche Befunde: Die Akkumulation von neun Shonisauriern an einem Tiefseegrund ohne Spuren anderer Lebewesen, das in zwei Fällen beobachtete Arrangement von Wirbelknochen in einem durch natürliche Faktoren höchst unwahrscheinlichen Muster sowie die Rippenbrüche und auffällig konzentrierten Kleinknochen des zweiten Exemplars. Zu trennen ist die Zurückführung der Befunde auf einen prähistorischen Cephalopoden wiederum von der gewagteren Interpretation der Wirbel als Abbild von dessen Saugnäpfen.2:138 Das zentrale Gegenargument gegen die Hypothese bleibt hierbei nach wie vor die noch dünne Beleglage angesichts einer großen Behauptung, die nach Ansicht vieler eine solche Deutung der Befunde nicht rechtfertige – zumal keine Fossilien des mutmaßlichen Riesenkraken selbst vorliegen. Die beste Möglichkeit zur Verifizierung der Hypothese liegt somit darin, einen erhalten gebliebenen Schnabel (oder je nach Art andere fossilisierte Hartteile) des „Kraken“ zu finden.2:151

Plan des Shonisaurus-Skeletts in einer Ausstellung des Nevada State Museums, zeichnerische Rekonstruktion anhand von Fotos der Ausstellung (McMenamin 2016, 148 / Fig. 9.9)

T 1Mark. A. S. McMenamin / Dianna L. Schulte McMenamin: Triassic Kraken: The Berlin Ichthyosaur death asemblage interpreted as a giant cephalopod midden. Geological Society of America Abstracts with Programs 43/5, 310.

T Mark A. S. MecMenamin: Unusual Arrangement of Bones at Ichthyosaur State Park in Nevada. 21st Century Science & Technology 24/4 (2011-2012), 55-58.

T 2Mark A.S. McMenamin: Dynamic Paleontology. Using Quantification and Other Tools to Decipher the History of Life. Springer, Basel 2016, 131-158.

B McMenamin 2016, Fig. 9.3, Fig. 9.9

GD 3 LiveScience: Kraken Fossil ‘Evidence’ Revives Debate Over Ancient Sea Monster’s Existence

„Schwarzer Obelisk“ jetzt überarbeitet

Seltsame Kreaturen auf einem assyrischen Obelisken – groteske Mischwesen aus Mensch und Tier oder einfach nur Affen?
Nach neuen Recherchen habe ich nun meinen Artikel über den Schwarzen Obelisken des Assyrerkönigs Salmanassar III. grundlegend überarbeitet.

Neue Aspekte:
– Diskussion der ungewöhnlichen Schreibungen auf dem Obelisken
– Weitere Affendarstellungen aus Mesopotamien
– Das Vorbild für die gewagten Thesen Erich von Dänikens – der völkisch-rassistische Rechtsesoteriker Jörg Lanz von Liebenfels
– Wieso man auch als Grenzwissenschaftler keine Zahlen ungeprüft übernehmen sollte

Der Schwarze Obelisk Salmanassars III. [sic!]

Othenio Abel: Vorzeitliche Tierreste im deutschen Mythus, Brauchtum und Volksglauben (PDF)

Oberschenkelknochen eines Riesen, zeitgenössisches Gemälde (Bernisches Historisches Museum) – tatsächlich Relikt eines Mammuts

Noch heute spüren wir Faszination und Ehrfurcht, wenn wir die fossilen Knochen prähistorischer Tiere erblicken. In früheren Zeiten, da weder Evolutionstheorie noch moderne Paläontologie Entstehung und Ursprung solcher Objekte zu erklären vermochten, inspirierten die immer wieder zu findenden Gebeine von Dinosauriern, pleistozänen Elefanten und kleinen Meereslebewesen mitten im Inland zwangsläufig eine Vielzahl von Sagen und Legenden. Mussten sich die frühen Paläontologen wie George Cuvier noch täglich mit solchen lokalen Legenden und volkstümlichen Fehlinterpretationen beschäftigen, geriet das Thema in den späteren Jahren dieser Wissenschaft doch zunehmend in Vergessenheit und die Beschäftigung damit zu einem Randphänomen.
Einen großen Dienst für die Wissenschaft und das Verständnis alter Mythen und Sagen hat Adrienne Mayor geleistet, die in The First Fossile Hunters die Fossilfunde und daraus entstandenen Legenden der alten Griechen und Römer sowie in Fossile Legends of the First Americans jene der nordamerikanischen Ureinwohner darstellte: Während die Griechen und Römer die gewaltigen Knochen vorzeitlicher Säugetiere als Gebeine sagenhafter Heroen deuteten, entwickelten manche Indianervölker allzu komplexe Mythologien rund um Geschlechter vorzeitlicher Ungeheuer, die von Katastrophen und göttlichen Strafgerichten vernichtet wurden – womit sie der Wahrheit manchmal näher kamen als ihre Zeitgenossen in der alten Welt.
Doch auch in heimischen Gefilden mangelt es nicht an interessanten Sagen über die Bedeutung fossiler Tierreste. Als Überblick bis heute unübertroffen ist hierbei das Buch Vorzeitliche Tierreste im deutschen Mythus, Brauchtum und Volksglauben des frühen deutschen Paläontologen Othenio Abel (1875-1946) von 1939. Dieser beschreibt eine Vielzahl volkstümlicher Überlieferungen betreffend die hierzulande vorzufindenden Fossilien: Seien es große Knochen, die Drachen oder Riesen zugeschrieben wurden und bisweilen direkt als Vorbild für deren Rekonstruktionen dienten, seien es kleine Objekte wie die den Mythos schon im Namen tragenden „Donnerkeile“ (Belemniten), die als Geschosse des Gottes Donar oder von Hexen und Alben galten, ja gar als versteinerter Urin von Luchsen interpretiert wurden. Mag das Werk auch in manchen Formulierungen – betreffend etwa die zeitgenössischen Rassenvorstellungen und Germanenkitsch – deutlich angestaubt sein, ist es doch bis heute eine umfassende und nützliche Sammlung einschlägiger Überlieferungen. Leider ist Abels Buch mangels Nachdrucken kaum mehr und allenfalls zu hohen Preisen erhältlich, auch eine Onlineveröffentlichung scheint bislang nicht erfolgt zu sein. Da es aber nunmehr über siebzig Jahre nach dem Tod Othenio Abels nicht länger durch das Urheberrecht geschützt wird, nahm ich mir die Freiheit, Vorzeitliche Tierreste im deutschen Mythus, Brauchtum und Volksglauben in der örtlichen Universitätsbibliothek einzuscannen, um es fortan frei hier zum Download bereitzustellen. Viel Spaß und bereichernde Lektüre mit diesem interessanten Werk der Wissenschaftsgeschichte!

Zum Download:

Vorzeitliche Tierreste im deutschen Mythus, Brauchtum und Volksglauben

 

Burrows Cave

 

Gesichter aus Burrows Cave (Quelle; Bürgin 1998, 43)

Fundumstände. April 1982. Der Amerikaner Russell Burrows aus Olney, Illinois, stößt in einem abgelegenen Tal angeblich auf ein unterirdisches Tunnelsystem. In diesem entdeckte er nach eigener Aussage, nachdem er den Eingang freigeschaufelt und die verriegelte Tür geöffnet hatte, mehrere Grabkammern mit Bestattungen: Ein aufgebahrtes Skelett mit Grabbeigaben in Form von Äxten, Speerspitzen und Kupfer- und Bronzewerkzeugen in einer ersten sowie eine Frau und zwei Kinder, die anscheinend mit Axthieben getötet wurden, in einer zweiten Kammer. Burrows erwähnt auch Geister, die die Gruft bewachen sollen, wobei er eine kurze Erscheinung eines solchen gehabt haben will.1:36-47 Erst 1987-88 erkundete Burrows die Hauptkammer, in der er angeblich neben zahlreichen Statuen von Menschen und Mischwesen auch einen großen Steinsarkophag entdeckte, darin einen goldenen Sarkophag mit einer Mumie.1:166 Vor allem aber habe er in der Höhle unzählige Goldobjekten und gravierte Steine vorgefunden, von denen er mehrere tausend Stück aus der Höhle entfernte – die einzigen untersuchbaren Ergebnisse der Entdeckung .2:25ff

Satyr und Alien (?) aus Burrows Cave (Quelle)

Beschreibung. Während die Funde aus Burrows Cave längst auf verschiedene Privatsammlungen verteilt sind, existieren doch zahlreiche Fotos. Auf vielen Steinen finden sich kurze oder etwa längere Inschriften, die aus Zeichen verschiedener Schriftsysteme (darunter ägyptisch, phönizisch, iberisch, sumerisch, etruskisch …) zusammengesetzt sind. Andere zeigen bildliche Darstellungen – sehr häufig Profilgesichter, darunter Indianer, Römer, ein bärtiger „König“, ein „Jesusportrait“ und ein comichaftes Hühner-Wesen; außerdem auch zahlreiche ägyptisch anmutende Darstellungen, Fabelwesen (etwa ein Zentaur mit Dreizack sowie Satyre), behelmte Gestalten, Gestirne, Schiffe und sogar ein Elefant. Harry Hubbard zufolge fanden sich auf Steinen, von denen keine öffentlich bekannten Bilder existieren, auch Darstellungen von „prähistorischen Land- und Seekreaturen und seltsamen Wesen in Anzügen“ sowie Flugobjekten, mutmaßlich extraterrestrischen Wesen und auch Büsten mit reptilienartigen Gesichtszügen.2:47 All dies ermöglicht entsprechend eine Vereinnahmung für verschiedenste diffusionistische oder prä-astronautische Theorien. Während die Funde in der Grabkammer Burrows selbst instinktiv „ägyptisch“ erschienen:166, machen andere Parteien etwa Ägypter und Libyer (Jack Ward1:54), römisch-hellenistische Mauretanier (Paul Schaffranke)4 oder „Sonnenkönige“ außerirdischer Abstammung (Joseph Mahan1:210) für die Relikte verantwortlich.

Weitere Ereignisse. Bereits kurz nach der Entdeckung gab Burrows eine kleine Zahl von Steinen an Thelma McClain weiter, die Betreiberin eines lokalen Antiquitätenladens.1:52 Dort stieß der Museumsbetreiber Jack Ward, selbst ein Vertreter diffusionistischer Theorien, auf die seltsamen Fundstücke und nahm Kontakt zu Burrows auf. Dieser überließ ihm schließlich den Großteil der Funde; im Gegenzug sollte Ward weitere Forschungen finanzieren.1:54f Über mehrere Jahre bemühten sich beide – auch unter Einbeziehung weiterer Personen wie Virginia Hourigan, Norman Cullen sowie Warren Cook und Warren Dexter – um die Bekanntmachung und wissenschaftliche Akzeptanz der mutmaßlich spektakulären Funde; die Geschichte der Zusammenarbeit einschließlich der zahlreichen Verwicklungen dokumentierte Burrows in dem gemeinsam mit Fred Rydholm verfassten Buch The Mystery Cave of Many Faces.

Wie sich nach dem Tode Jack Wards 1991 herausstellte, hatte dieser einen Großteil der Objekte hinter Burrows Rücken verkauft – insgesamt 1665 Steine sowie eine Zigarrenkiste voller Goldmünzen, die angeblich rund 250 000 $ einbrachten.1:202
Schließlich schaltete sich mit Harry Hubbard, dem Gründer der Forschungsgesellschaft „Ptolemy Productions“ ein weiterer Akteur in die Affäre ein. Anhand von Dokumenten (darunter mutmaßliche Korrespondenzen Burrows, größtenteils aus dem Nachlas von Jack Ward), die er später auch dem Schweizer Grenzwissenschaftler Luc Bürgin zur Verfügung stellte, beschuldigte Hubbard wiederum Burrows: Dieser habe zwischen 1987 und 1989 selbst Goldobjekte aus der Höhle im Wert von rund 7 Mio. Dollar verkauft, zudem von Ward über Jahre hinweg über 20 000 Dollar für seine weiteren Aktivitäten vorschießen lassen, die er schließlich 1990 in Form von Goldobjekten zurückbezahlte. Burrows selbst bestritt zunächst die Existenz, nach Offenlegung schließlich die Authentizität besagter Dokumente und bezeichnete Hubbard in dieser Angelegenheit als Lügner. Die Goldobjekte seien nie aus der Höhle entfernt worden, wobei es sich bei vielen der bekannten Steine um Duplikate der (am Ende womöglich verkauften) Goldfunde handle.2:31ff Von den eigentlichen Goldobjekten scheinen keine Bilder zu existieren; bei jenen in Burrows‘ Buch abgedruckten handele es sich (dem Errata-Zettel zufolge) ausschließlich um Replikate au vergoldetem Blei.

Diskussion. In der Fachwelt werden die Funde aus Burrows Cave weithin als moderne Fabrikationen angesehen. Dafür spricht vor allem die vielfältige und gerade im Falle der Schriftzeichen sinnlose Vermischung verschiedener kultureller Traditionen. Ein Szenario, das die Anwesenheit all dieser Einflüsse erklärt, ist schwer zu finden bzw. wäre seinerseits eine höchst komplexe und gezwungene (damit unplausible) Theorie. Zudem bestehen weder Parallelen für die Funde in der Alten Welt, noch gibt es weitere Spuren der hypothetischen Kultur (Siedlungen mit Keramikresten etc., weitere Gräber, gehandelte oder verschleppte Artefakte an anderen Orten) in der Neuen.
Umstritten ist die Bedeutung der anscheinend einzigen eingehenden Untersuchung der Artefakte durch Wissenschaftler des Field Museum of Natural History in Chicago, denen Burrows eine Auswahl von rund zwanzig Objekten zur Untersuchung zur Verfügung gestellt hatte. Dr. Robert B. Pickering kam ohne Zweifel zu dem Schluss, dass es sich bei den Steinen um moderne Fertigungen, sprich Fälschungen handeln müsse. Die Gravierungen seien frisch und ohne Abnutzung oder Patina, wie bei alten Objekten zu erwarten; auch weise die Art der Bearbeitung auf eine Verwendung moderner Stahlwerkzeuge hin und unterscheide sich damit von jener bei authentischen Artefakten indianischen oder ägyptischen Ursprungs.1:67 Der Ägyptologe Frank J. Yurco kam anhand stilistischer Argumente zum selben Schluss, denn die ägyptisierenden Darstellungen weisen zahlreiche Anachronismen und Fehler auf: Im Bild eines Schreibers, der an eine Darstellung aus dem Alten Reich erinnert (während andere Bilder offensichtlich Motive des 1. Jts. v. Chr. kopieren), fehle die Schreibpalette (was den Pinsel somit sinnlos macht) und anstatt eines Zepters sei eine Axt dargestellt. Die Darstellung eines Edelmanns trage die nur Königen vorbehaltene Uräus-Schlange, ein Königszepter sei falsch herum dargestellt und auch sonst Ikonographie und Symbolik „entstellt“ und „verwirrt“. Die Hieroglyphen ergäben keinerlei Sinn; der Stil spreche weiterhin für eine Anfertigung aller Stücke durch einen einzigen Künstler. Dem Fälschungsvorwurf schlossen sich die Archäologen Catherine Sease und David Reese an, vor allem mit Hinweis auf die amateurhafte Ausführung und kulturelle Widersprüchlichkeit der Objekte.1:69-74 Dem vernichtenden Urteil setzt Burrows selbst jedoch eine seltsame Beobachtung entgegen: Ihm zufolge seien die Artefakte bei der Rücksendung genauso verpackt gewesen wie zuvor, also mutmaßlich niemals ausgepackt und untersucht worden.1:75 Dies ist so nicht weiter überprüfbar – zumindest die stilistischen Argumente bestätigen sich jedoch an den von den Objekten veröffentlichten Fotos.

Der Elefantenstein aus Burrows Cave. Das mittlere Zeichen der oberen Zeile hat beim Original aus der Crespi-Sammlung einen senkrechten Mittelstrich; das „kursive“ Zeichen hier entspricht Barry Fells fehlerhafter Umzeichnung (Quelle).

Ein weiteres hartes Argument gegen die Echtheit der Stücke brachte der Autor Barry Fell vor, seinerseits einer der bekanntesten Verfechter diffusionistischer Theorien.
Einer der Steine aus der Burrows Cave kopiert bis ins Detail ein Objekt aus der Sammlung des Pater Crespi in Cuenca, Ecuador. Dargestellt ist eine Pyramide mit einer Inschrift, gekrönt von einer Sonne und einem Elefanten (daher als Elephant Stele bekannt). Fell druckte 1976 eine Umzeichnung der Stele in seinem Buch America B.C. ab, veränderte dabei jedoch bei der Korrektur ein Zeichen geringfügig, um es seiner angenommenen Übersetzung anzupassen; in späteren Publikationen behob er den Fehler. Auf dem Burrows-Cave-Stein erscheint die Elefanteninschrift in exakt dieser veränderten Variante, woraus Fell schloss, dieser müsse nach dem Vorbild seines Buches und somit nach 1976 angefertigt worden sein. Burrows selbst streitet die Gemeinsamkeit nicht ab (sein Buch zeigt auch eine Gegenüberstellung aller Varianten und gibt Fells Argumente korrekt wieder); den Vorwurf der Fälschung jedoch weist er zurück und beruft sich auf das Vorhandensein weiterer Steine mit der korrekten Inschrift, womit beide Fassungen in Burrows Cave bezeugt seien.1:91-94 Von jenen existieren auch Abbildungen, doch wäre zu untersuchen, ob die Existenz dieser Steine bereits vor Barry Fells Fälschungsvorwurf (1986) bezeugt ist (und sie nicht erst in Reaktion darauf hergestellt wurden).
Andere Gutachter sprachen sich für die Authentizität der Stücke aus, so der Ingenieur Dr. James Scherz, Dr. Joseph Mahan und der emeritierte Geschichtsprofessor Dr. Cyclone Covey1:179 – allesamt langjährige Verfechter diffusionistischer Theorien. Scherz erwähnt Korrosionsspuren an den Steinen, die auf hohes Alter hindeuten; weitere fachliche Argumente zitiert Burrows trotz sonst penibler Dokumentation (selbst der Aussagen seiner Gegner) jedoch keine.1:190f Das sonst am häufigsten genannte Argument für die Echtheit der Artefakte ist deren große Zahl, die schwerlich auf einen alleinigen Fälscher zurückgehen könne, doch ist dies – auch in Anbetracht anderer ähnlich gearteter Fälle wie etwa den Michigan-Relikten  oder der Crespi-Sammlung (von der selbst Pater Crespi selbst die rezente Fertigung vieler Stücke zugab1:99) – wohl ein eher schwaches Argument, das den Fleiß potentieller Fälscher unterschätzt.
Den Ort der angeblichen Höhle gab Burrows – auch gegenüber an einer Erforschung interessierten Wissenschaftlern – niemals preis, vorgeblich um sie vor Plünderung zu bewahren. Auch wurden niemals Fotografien des Höhleninneren gemacht oder weitere, besser untersuchbare Proben genommen. Für die Existenz der Höhle sowie die angeblich dort verbliebenen Funde existiert somit kein unabhängiger Nachweis. Der angebliche Eigentümer des Landes, auf dem sich die Höhle befunden haben soll, wurde von Russell Burrows als George Neff oder Mr. Black angegeben (später angeblich ein Pseudonym), wobei niemand anderes als Burrows selbst mit diesem Kontakt hatte. Sowohl Hubbard als auch Luc Bürgin sind der Meinung, dieser sei eine bloße Erfindung Burrows‘, um über fingierte Briefe Druck auf seine Unterstützer auszuüben und diese zum Kauf weiterer Artefakte zu animieren.2:42
Wenn man von einer Fabrikation der Objekte durch Burrows selbst ausgeht, stellt sich jedoch die Frage nach dem Ursprung des Goldes, das dieser und Jack Ward (den Recherchen von Hubbard zufolge) verkauft haben sollen – so dieses tatsächlich existierte. Zwar spricht am Ende vieles dafür, von einer neuzeitlichen Anfertigung der Artefakte auszugehen, doch bleiben weiterhin offene Fragen im Fall Burrows Cave.

Schiffsdarstellung (Quelle)

Q 1Russel Burrows / Fred Rydholm: The Mystery Cave of Many Face. A History of Burrow’s Cave. Superior Heartland, Marquette 1992.

R 2Luc Bürgin, Geheimakte Archäologie (25-50) / Luc Bürgin, Lexikon der verbotenen Archäologie / Unsolved Mysteries (161-168)

Q 4http://www.illinoiscaves.com/index.htm (dort zahlreiche Fotografien und vorgeschlagene Übersetzungen der Inschriften)

GD Richard E. Joltes: Burrows Cave. A Modern Hoax. (generelle Kritik)