Der schwarze Hund des Todes

„Der schwarze Hund des Todes“ ist eine Sammlung von Fantasy-Kurzgeschichten von Robert E. Howard. Das Buch stammt vom Festa-Verlag und kostet als gebundene Version 28,00 €, als e-Book 7,99 €.

Wer ist Robert E. Howard?
Robert Ervin Howard war ein amerikanischer Fantasy-Autor, der von 1906 bis 1936 in Texas lebte. Sein Werk besteht größtenteils aus Kurzgeschichten. Diese sprechen verschiedenste Themen an, darunter Horror in der Manier von Edgar Allan Poe und H. P. Lovecraft, fantastische Wild-West-Geschichten und Abenteuergeschichten, die in längst vergangenen Zeitaltern spielen. Berühmt wurde Howard vor allem als Schöpfer von Conan dem Barbaren, der bereits mehrmals verfilmt wurde. Andere wichtige Figuren aus der Feder Howards sind Solomon Kane und König Kull von Atlantis. Howard war zudem ein guter Bekannter von H. P. Lovecraft (siehe Chronik des Cthulhu-Mythos). Zum Teil bauten beide Autoren auch einzelne Elemente des anderen in ihre Werke ein; so taucht zum Beispiel das geheimnisvolle Buch „Unaussprechliche Kulte“, das von Howard erfunden wurde, in etlichen Geschichten Lovecrafts auf.
Leider sind viele seiner Geschichten bisher nicht auf Deutsch erschienen, sodass man auf englische Ausgaben oder die spärlichen Übersetzungen zurückgreifen muss. Seit einiger Zeit gibt der Festa-Verlag (vor allem bekannt für extremen Horror sowie die Werke H. P. Lovecrafts) einige seiner Werke in einer mehrteiligen Reihe heraus, zu der auch „Der schwarze Hund des Todes“ gehört.

Die Geschichten in diesem Band
Das Buch enthält insgesamt 14 Geschichten, die jedoch nicht alle, wie das Cover vermuten lässt, dem Horror-Genre zuzuordnen sind. Inhalt und Qualität der verschiedenen Geschichten schwanken durchaus beachtlich. Während es sich bei der titelgebenden Geschichte sowie „Die Höllentauben“ und „Die Berührung des Todes“ um grandiose Horrorgeschichten handelt, ähnelt „Das Ding auf dem Dach“ eher den Stories von Lovecraft und „Die Kämpfer von Walhalla“ sowie „Das Tal des Wurmes“ sind simple, actionlastige Fantasy-Geschichten, die zum Teil sogar recht gewaltverherrlichend wirken. Besonders amüsiert hat mich die Geschichte „Das Königreich der Schatten“, in der es um eine Verschwörung reptilienhafter Gestaltwandler geht, da diese auffällige Parallelen zu gewissen Verschwörungstheorien aufweist (siehe Das größte Geheimnis). Es wurde sogar schon die These aufgestellt, die Geschichte sei eine wesentliche Inspiration für ebendiese Theorien gewesen.

Zu empfehlen?
Ja, durchaus. Die Geschichten lassen sich allesamt recht flüssig lesen und sind nicht so schwere Kost wie z.B. die Geschichten H. P. Lovecrafts. Es finden sich verschiedenste Themen und auch der Erzählstil variiert zum Teil, wodurch die meisten fantasyinteressierten Leser zumindest einige Geschichten finden sollten, die ihnen zusagen. Der Preis von 28,00 € ist aus meiner Sicht unangemessen für ein Buch von 380 Seiten, was mich dazu bewog, es mir als e-Book zu kaufen. Auf jeden Fall aber ein guter Einstieg in das umfangreiche Werk von REH, der Lust auf die anderen Teile der Reihe macht.

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